Xtreme in Oldenburg

Nun möchte ich mal etwas von der Extrem aus meiner ganz eigenen Sicht berichten.
Ich war auf der XTREME als Referent gebucht. Beim Telefonat mit dem Veranstalter machte ich klar dass die angedachten 45 Minuten für mein Vorhaben ein “Liveshooting mit anschließender Bildbearbeitung bis hin zum fertigen Composing” in dieser Zeit einfach nicht machbar sind. Seine Reaktion war eigentlich recht cool “Kein Problem, dann setzten wir dich ganz ans Ende und rechnen 90 Minuten für dein Vortrag, falls diese Zeit nicht reichen sollten ist nach hinten dann immer noch Luft”. OK ... es geht also zur XTREME.
Ein cooles Kostüm muss her, denn ich will einfach kein 08/15 machen. Nur sollte dieses Kostüm in der Bildbearbeitung recht leicht freizustellen sein, ich möchte es mir ja später auf der Bühne nicht schwerer machen als es sein muss .... und die Zeit kann einem beim Freistellen recht schnell weg laufen, so viel ist sicher ! Was anfangs recht kompliziert aus sieht, ist aber recht einfach zu lösen ? Weiße Haare vor einem homogenen, dunklen Hintergrund !
Ein weißer Kopfschmuck, die ausgekocht Schweinewirbelsäule in Verbindung mit dem Kunststoff- Fuchskopf aus dem Internet drauf, etwas Gestrüpp .. “das kann was werden !”
Carry Inked, Bild @Siegfried Probst
Josy, meine Visa, hat mir im Anschluss geholfen die Haare und den Rest von Schützenfest so zu befestigen dass es auch später beim Model während der Verenkungen beim Shooting hält. Apropos Model, was liegt näher als das Model anzurufen das eh auf der XTREME einen Vortrag über Körperspannung und Posing gibt, zumal diese über diese Dinge nicht nur reden kann. Carry Inked, unser neu gewonnenes Model, war von der Idee schnell überzeugt und so hatte ich im Handumdrehen eine Sorge weniger. Der Rest am Outfit war noch ein paar wilde Sachen und Knochen an eine Korsage befestigen, meine Lumpentücher geschickt zu verteilen die Schuhe zu besorgen und vor Ort dann etwas Farbe in schwarz und weiß aufzutragen.
Morgens um 08:00 Uhr habe ich dann angefangen die Sachen zu packen .... nichts vergessen ? Josy war pünktlich, aber das bin ich auch nicht anders von ihr gewohnt, bei mir zu Hause und wir machten uns auf dem Weg. Heiko war die Ruhe selbst und lauschte dem ein oder anderen Vortrag. Dummerweise musste ich als Lyonel Stief an der Reihe war, mich um mein Model kümmern und das Outfit anziehen. OK ... ich habe noch ein wenig vom Vortrag mitbekommen, leider aber zu wenig.
Bild @Siegfried Probst
Auf der Bühne, ich war 30 min nach Lyonel dran, immer noch voll cool am aufbauen. Dann passierte es, die Technik wollte nicht so wie ich, das Thetering klappe so gar nicht, mein Rechner macht immer wieder mucken und die Nervosität Siegte !!!
Gut also “ohne Thetering” beginnen was schade ist, denn nun können die Zuschauer nicht live sehen was ich für Bilder schieße. Aber was nützt es ?
Anschließend die SD Karte in den Rechner, der ruckelt immer noch, und mich für eins der Aufnahmen entschieden.
Das Shooting beginnt. Bild @Siegfried Probst
Zuhause in Photoshop ... ab jetzt ist alles wieder gut, denn hier bin ich wieder “zu Hause”. Die Nervosität weicht, ich werde ruhig und kann mich voll auf die Bildbearbeitung konzentrieren. Wenn der Rechner mal wieder “etwas langsam ist” gehe ich einfach ein paar Schritte in Richtung Publikum und zeige etwas auf der überdimensional großen Leinwand. Schon geil seine Arbeit so groß zu sehen 😉 Der Freisteller hat recht gut geklappt wollte aber hier und da nicht so ganz einfach, was bei dieser Arbeit am fertigen Bild jedoch nicht zu sehen war. Ich wollte die Zuschauer auch nicht mit “ich mach jetzt noch mal 10 min Masken-Feinarbeit” langweilen und ließ es einfach. Sehen konnte man es, wie bereits erwähnt, eh nicht.
Bild @Siegfried Probst
Letztendlich war das fertige Bild dann nach gut 60 min auf der Leinwand zu sehen, mir fiel ein Stein vom Herzen.Noch zwei Zuschauerfragen beantworten und der Ganze Spass war vorbei.
Im Anschluss, die Gäste waren bereit gegangen, saßen wir dann noch in einer Gruppe, haben etwas gefachsimpelt und ein Bier getrunken. Jetzt hatte ich auch etwas Zeit mich noch einmal vernünftig mit Lyonel Sief und Patrik Harazin zu unterhalten.
Alles in allen habe ich für mich eine Menge mitgenommen. Das ein oder andere dazu gelernt. Auch oder vorallem wärend der wirklich interresanten Vorträge auf der Bühne. Für mich war es ein sehr gelungener Tag, ich habe viele nette neue Kontakte knüpfen können... und darum sollte es ja auch bei der XTREME gehen. Und .... ich weiß nun was man alles tolles mit einer Nebelmaschine, welche ich bis dahin viel zu wenig benutzt habe, anfangen kann und wie man sie Geschickt in seinen Bildern einsetzt, danke Lyonel 😉
Das Rohbild aus der Kamera.
Das fertige Bild
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